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Brauche ich als Künstler Visitenkarten?

"Ich bin doch Künstler und keine Firma, warum sollte ich Visitenkarten haben? Meine Bilder sollen für sich sprechen!" Das hören wir oft von Künstlern im Umkreis. Wenn du eine Million auf dem Konto hast oder ganz genügsam in einem Erdloch lebst, dann stimme ich dir zu. Aber du bist hier...

 

Ich sage dir jetzt mal etwas schockierendes: er wird wahrscheinlich NIEMAND wird an deiner Haustür klingeln und sagen: "Ich kam gerade vorbei und es sah alles so kreativ aus, ich wollte mal fragen, ob Sie Ihre Bilder für ein paar tausend Euro verkaufen möchten?"

 

Wenn niemand deine Bilder kennt, kann auch niemand sie kaufen. Du musst in die Öffentlichkeit, du musst deine Bilder bekannt machen. Sie haben es verdient, dass Menschen sie sehen!

 

Der erste kleine Schritt sind Visitenkarten. Du kannst sie in deiner Stadt im Kulturzentrum, in Apotheken, Cafe's oder in Geschäften für Künstlerbedarf auslegen (bei Boesner z.B. gibt es in Hamburg im Foyer einen großen Tisch, wo sich die unterschiedlichsten Künstler präsentieren können) oder sie überreichen, wenn das Gespräch auf die Kunst kommt. Sie lassen sich kostengünstig produzieren und wirken gleich sehr viel professioneller. Immerhin möchtest du für deine Bilder auch Geld verlangen und eventuelle Sammler investieren lieber in erfolgreiche Kunstschaffende mit einer möglichen Wertsteigerung.

Tipps und Links für Visitenkarten, die sich besonders für Künstler eignen. www-eigene-kunst-verkaufen.de


Weniger ist mehr.

Bei Visitenkarten ist weniger mehr. Schlicht, gut lesbar und nur die nötigen Informationen. Denke auch daran, wenn du später einmal einen Katalog, Postkarten oder andere Werbemittel produzierst, sollte alles zusammen passen und wie aus einem Guss wirken.

 

Nicht zu viele Farben verwenden. Auf der Seite mit den nötigen Angaben wie Name, Telefon, E-Mail und Adresse der Homepage höchstens zwei. Damit meine ich neben der Schriftfarbe wie schwarz oder grau höchstens eine weitere zum Akzentuieren.

 

Nur höchstens zwei unterschiedliche Schriften verwenden. Auch wenn es so viele verschiedene Fonts gibt, lass dich davon nicht inspirieren. Benutze höchstens zwei, lieber nur eine unterschiedliche Schrift. Das Gleiche gilt auch für die Schriftgrößen. Je einfacher und besser lesbar die Visitenkarte ist, desto eher wird sie behalten. Notiere dir den Namen der Schrift, damit du später für Katalog, Einladungen oder Postkarten die selbe verwendest!

 

Kleiner Exkurs in die Welt der Typografie: die Comic Sans wurde in den neunziger Jahren als Computerschrift für das Programm „Bob“ erfunden, das Kindern einen spielerischen Einstieg in die Computerwelt bieten sollte. Lass sie dort. Benutze sie nicht für deine Visitenkarten oder ein anderes Werbemittel.

 

Die Rückseite kannst du als Künstler besonders gut nutzen, um einen Eindruck deiner Kunst zu geben. Machst du Streetart, Fotokunst oder Portraits? Vielleicht lässt sich ein Detail eines deiner typischen Werke dort zeigen.

 

Einen ganz besonderen Service bietet der englische Hersteller moo.com: mit der sogenannten Printfinity-Technologie ist es möglich, unterschiedliche Fotos oder Designs hochzuladen und sie nacheinander auf Visitenkarten, Postkarten, Flyer und so weiter zu drucken.

Es gibt also eine immer gleiche Vorderseite der Visitenkarte und unterschiedliche Rückseiten. Dies eignet sich gerade für Künstler und Illustratoren perfekt! Du hast dort die Möglichkeit, entweder das komplette Design für Vorder- und Rückseite als Grafik hochzuladen, oder fertige Vorlagen auf dich anzupassen. Bei anderen Druckereien lässt sich immer nur eine Variante im höherer Stückzahl produzieren, dies ist zwar pro Visitenkarte günstiger, aber die Individualität fällt weg.

 

Besonders schön finde ich ja die moo-Minicards: sie sind nur 70 x 28 mm groß, aber durch das kleine Format sehr ungewöhnlich und daher bleiben sie mehr im Gedächtnis als das normale Standardformat, das jeder kennt.


Zusammenfassung für deine visitenkarte:

  • Weniger ist mehr, verwende höchstens eine Akzentfarbe
  • Benutze nur höchstens zwei unterschiedliche Schriften
  • Verwende so wenig Schriftgrößen wie möglich
  • Sei ungewöhnlich und individuell: du bist Künstler! Nutze besondere Formate oder die Rückseite

Visitenkarten mit unterschiedlichen Rückseiten sind etwas besonderes:

Visitenkarten mit individueller Rückseite, besonders passend für Künstler. www.eigene-kunst-verkaufen.de

Hier kannst du deine visitenkarten selbst gestalten:




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